Endlich!!!! Der heißersehnte 10. Februar, der Tag, für den man den ganzen langen und kalten Winter dahingesiecht ist, und hunderttausende von Fliegen gebunden hat, ist angebrochen!!!!

Mit einer stark dezimierten Mannschaft gehts um Punkt 8.27 Uhr Richtung Widmanneisack zur Rombrücke.
Das Team besteht aus dem Herrn und Meister Rudi, und dem Schlusslicht Rik.
Sigi liegt immer noch mit kaputtem Knie auf dem Sofa, und leidet heute sicher doppelt.
Powerdame Doris und il grande Rudl sind heute nur Zaungäste, ihnen fehlt noch immer das Elementarste, na ja, eben die Fischerprüfung! Da nützen Rudls Hysterieattacken auf der Rombrücke gar nichts, er darf sich erst nächstes Monat, und dann aber im Wasser austoben!!!!

Um Punkt 9.03 stehen wir im Wasser.
So präsentiert sich die Widmannstrecke von der Rombrücke aus gesehen!
Herrliches, glasklares Wasser, gepaart mit viechischer Kälte sind wohl keine schlechten Voraussetzungen für einen spannenden Angeltag.
Und das Beste: wir haben den Fluß für uns alleine!!!

Ganz anders zehn Meter weiter Östlich!!!! In der Boznerstrecke herrscht reges Treiben!!!! Ganze 9 Fischer auf einer Strecke von nicht ganz 200 Metern, und das um 9 Uhr in der Früh! (auf dem Foto fehlen zwei Fischer, hab leider kein Weitwinkel!)

Um 9.10 Uhr ist es dann soweit. Rudis erster Fisch der Saison! Eine 43 er Äsche fällt auf eine grüne Goldkopfnymphe herein.
Zwei Minuten später rüttelt dann bei mir die Rute, und der Bißanzeiger schwimmt aufwärts. Eine nette Äsche lässt sich von meiner Nymphe überlisten. Meinereins wiederum lässt sich dann von einem sauschlecht gemachten Knoten reinlegen, und das wars dann. Nach einem 2,5 Sekunden Drill ist das Fischlein samt Nymphe schon wieder in den Tiefen des Eisacks verschwunden!!!
Beim Rudi geht es dann Schlag auf Schlag!!!!

Mir bleibt nichts anderes übrig, als dumm aus der Wäsche zu schauen!!(na ja, fällt mir auch nicht besonders schwer).
Nach vielen schlechten und erfolglosen Würfen, und nach noch mehr Zigaretten meinerseits, kann man beim Herrn und Meister Rudi eine Wesensveränderung feststellen!!! Der mittlerweile legendäre, verbissene Gesichtsausdruck lässt fürchterliches erahnen!!! Und nach dem Ok von Markus Widmann ist es dann soweit!!!!!!! Rudi fährt jetzt härteste Geschütze auf!!!!!! Die fünfer Rute muß weichen, und die Siebner kommt zum Zug!!! Aber nicht nur das!!! Sein Mühlkoppenstreamer kommt zum Einsatz, und dieser hängt an einem Schußkopf!!!!!!

Doch was lehrt uns Carl von Clausewitz?
Auch Armeen mit modernster und überlegener Waffentechnik können unterliegen!!!!
Genauso ist es beim Rudi. Mickrige zwei Forellchen fallen auf die Wunderwaffe rein. Und das nach vielen strategischen Standortwechseln!!

Eine weitere Theorie besagt, daß alte, verbrauchte Rohre ungenau schießen, und eine Nymphe, bei der kein Fisch mehr beißt, auch nach Stunden für die Tiere unattraktiv ist und bleibt!!! So geschehen bei mir. Und deshalb bleibt mir nach einem weiterem Biß (oder wars nur ein Hänger?) nichts anderes übrig, als mein geschundenes Kreuz auszuruhen, und ein, zwei Zigarettchen zu rauchen.

Das wars dann wohl für heute. Carpe diem, wir haben diesen Tag Weißgott genutzt, und unser Kreuz fast ruiniert, aber was solls, die Saison ist ja noch jung.

Um 15 Uhr strecken wir die Waffen, bzw. Ruten und gehen mit unseren beiden Nochzaungästen Doris und Rudl einen Kaffe heben.
Fazit:
Es war ein wunderschöner, aber schwieriger Fischtag!

Rudis Ausbeute waren acht Fische, davon 6 wunderschöne, gutgenährte Äschen.
Über meine Ausbeute (wenn ich dieses Wort überhaupt in den Mund nehmen darf!!!) legen wir lieber den Mantel des Schweigens!!
Leider fehlten heute der Sigi, die Doris und der Rudl.
Aber Eins ist sicher: Wir sind jetzt heiß!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und am 17. Februar heißt es wieder: same people, same time, same place!!!!!