18 Januar, 2006

Fliegenmuster

CDC Diptera

Zuckmücken kommen in fast allen Gewässern und beinahe auch das ganze Jahr vor. Hier stelle ich ein schnelles und einfach gebundenes Muster vor:

Hacken: Tiemco TMC2488 #16-18
Bindefaden: schwarz oder transparent sehr fein
Körper: CDC-Feder natur
Flügel: sehr feine Antronfasern weis oder transparent

Binedeanleitung:

Nach einer Grundwicklung nahe hinter dem Öhr wird eine Dubbingschlaufe gewunden und fixiert. Ein Millimeter hinter dem Öhr bindet man sehr wenige Antronfasern oder ähnliches mit einigen Kreuzwickelung in V-Stellung ein. Eine CDC-Feder wird seitlich in eine Materialklemme eingespannt und vom Kiel befreit. Diese wiederum wird an die Dubbingschlaufe so geführt das die Fibern quer in der Schlaufe stehen. Mit einem Dubbingtwister eingedreht und mit einigen Windungen mit dem Strang um dem Flügel wird die Fliege nach vorne abgeschlossen. Während den Windungen werden die Fibern mit den Fingern nach hinten gestreift. Die Flügel in einer geeigneten Länge einkürzen. Anschließend störende CDC-Fibern besonders die unteren wegzupfen und fertig ist eine gute Mückenimitation für langsame bis stille Gewässerabschnitte.

Text: Rudi Pernstich
Foto: Rudi Pernstich



Die Blue Dun

Eine Fliege, die fast das ganze Jahr über geht und in keiner Dose fehlen sollte.

Haken: Trockenfliegenstandard Haken (Tiemco 100) # 14-20
Bindefaden: grau
Schwanz: mehrere lange Hechelfibern Blue Dun
Körper: mittelgraues feines Dubbing
Hechel: mittelgraue Hahnenhechel
Flügel: CDC-Feder Blue Dun

Bindeanleitung:

nach einer Grundwicklung bindet man die Hahnenhechelfibern als Schwänzchen ein;
den Hinterleib mit Dubbing formen (ca. 2/3 der Hakenschenkellänge);
die Hahnenhechel am vorderen Ende des Körper einbinden (ohne Windungen vorzunehmen);
CDC-Federfibern vom Kiel befreien (bei Hakengröße # 16 eine große CDC-Feder) und mit der abgerissenen Seite der Fibern vor dem Körper einbinden; in mehreren Kreuzwicklungen die Fibern so teilen das ein symmetrisches Flügelpaar entsteht;
drei Wicklungen der Hecheln hinter den Flügeln und zwei davorlegen, die Fliege abbinden und mit einem Kopfknoten abschließen( je nach Fließgeschwindigkeit des Wassers mehr oder weniger Wicklungen winden);
um die gewünschte Länge und Form an den Flügeln zu erreichen, mit Zeigefinger und Daumen die Flügel abdecken; den überstehenden Rest mit einem Feuerzeug abbrennen.

Rudi Pernstich
Foto: Sigi Seebacher



Hechtstreamer
Haken: Hechthaken # 0/2 – 0/6
Bindefaden: schwarz robust Dynema
Schwanz: Zonkerstrips
Rippung: Hahnenhecheln grizzly
Schwingen: Angel hair gemischt mit Spectraflash silber
Kiemendeckel: Zonkerstrips rot
Augen: 3D Augen aufzukleben
Kopf: Epoxyharzkleber 5min


Schritt 1:
Haken einspannen, nach einer Grundwicklung ein Stück Zonkerstrips einbinden. Darüber noch Spectraflash Hair gemischt mit Angel Hair in der abgebildeten Länge einbinden.
Schritt 2:
Dem Rest des Zonkerstips nach vorne winden, dabei immer mit den Fingern die Haare nach hinten streichen bis man etwa zur Hälfte des Hakenschenkels gekommen sind. Abbinden und abschneiden.
Schritt 3:
Nocheinmal Spectraflash Hair gemischt mit Angel Hair und Grizzlyhecheln auf beide Seiten einbinden.
Schritt 4:
Nachher zwei ca. 3mm lange rote Zonkerstrips Stücke abschneiden wiederum beidseitig einbinden. Mit weiteren zwei ca. 3mm langen weißen Zonkerstrips oben und unten den Körper schließen.
Schritt 5:
Mit schwarzen robusten Bindefaden ein kleines Köpfchen bilden. Augen aufkleben und mit Epoxykleber versiegeln. Den Streamer während des trocknen um die eigene Achse drehen um eine Tropfenbildung des Klebers zu vermeiden. Eventuell den Vorgang ein zweites mal wiederholen um einen größeren Kopf zu erhalten.
Diese Fliege je nach Größe wird am besten ab einer Rute Schnurklasse #7 mit Sinkschnur oder Schusskopf präsentiert. Natürlich kann man die Fliege zusätzlich mit einer Wicklung Blei am Hakenschenkel und einer Trockenschnur an den Fisch bringen.